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Interoperabilität und Standards: Ratschläge für Open Source

01.02.2013 |

Wie das Deutsche IT Fachportal CIO berichtet, hat die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestags am 14. Januar 2013 drei Zwischenberichte beraten und Handlungsempfehlungen abgegeben.

Die Zwischenberichte befassen sich mit Themen wie "Interoperabilität, Standards, Freie Software", "Zugang, Struktur und Sicherheit im Netz" und "Internationales und Internet Governance". Dabei wurden im nun beschlossenen Bericht insbesondere zwei Schwerpunkte gesetzt. So widmete man sich im Kapitel "Interoperabilität und Standards" vor allem dem Thema der geschaffenen De-facto-Standards durch die Wirtschaft beziehungsweise durch die öffentlichen, von Gremien gesschaffenen Standards. Im zweiten Hauptartikel zur Freien Software liegt der Schwerpunkt auf dem Vergaberecht, wobei insbesondere die Problematiken bei öffentlichen Aussschreibungen für die Softwareerstellung angesprochen werden.

Die Emp­feh­lun­gen der Kom­mis­sion wer­den vor­aus­sicht­lich im März oder April auf der Tages­ord­nung des Deut­schen Bun­des­ta­ges ste­hen. Diese beinhalten unter anderem:

  • Die Enquete- Kommission emp­fiehlt dem Bund und den Län­dern auch in Zukunft neue Soft­ware mög­lichst platt­for­mu­n­ab­hän­gig zu erstellen.
  • Die Enquete- Kommission for­dert die Bun­des­re­gie­rung auf zu prü­fen, inwie­fern zukünf­tig die För­de­rung offe­ner Stan­dards durch ent­spre­chen­des staat­li­ches Han­deln gewähr­leis­tet wer­den kann. Bei der Vor­be­rei­tung von Ver­ga­ben ist bereits eine Gesamt­be­trach­tung durch­zu­füh­ren, um sicher­zu­stel­len, dass das Neu­tra­li­täts­ge­bot gewahrt wird und dass keine unan­ge­mes­sene Bevor­zu­gung von Freier oder aber pro­prie­täre Soft­ware erfolgt. Die Enquete- Kommission weist jedoch dar­auf hin, dass es sach­li­che Gründe, ins­be­son­dere auf­grund einer wirt­schaft­li­chen Betrach­tung (TCO) geben kann, die den Ein­satz von Freier Soft­ware in der öffent­li­chen Ver­wal­tung vor­zugs­wür­dig erschei­nen lassen.
  • Die Enquete- Kommission bit­tet die Bun­des­re­gie­rung zu prü­fen, inwie­fern Ände­run­gen in der Bun­des­haus­halts­ord­nung, eine Wei­ter­ent­wick­lung von in der öffent­li­chen Ver­wal­tung zum Ein­satz kom­men­der Freier Soft­ware durch Dritte erleich­tern könnten.
  • Die Umstel­lung und das Betrei­ben von Freier und pro­prie­tä­rer Soft­ware in der öffent­li­chen Ver­wal­tung stel­len viel­sei­tige und umfas­sende Her­aus­for­de­run­gen dar, die einer kon­ti­nu­ier­li­chen Beglei­tung bedür­fen. Die Enquete- Kommission emp­fiehlt daher der Bun­des­re­gie­rung, dass Kom­pe­tenz­zen­trum Open- Source- Software beim Bun­des­ver­wal­tungs­amt mit aus­rei­chen­den Mit­teln aus­zu­stat­ten, damit es auch wei­ter­hin als kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung ste­hen kann.

Weiterführende Informationen:
http://www.cio.de/public-ict/2904647/



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