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Berner Stadtrat weist Microsoft Enterprise Agreement zurück

21.10.2011 | von Matthias Stürmer

Heute hat aufgrund eines Rückweisungsantrags der Fraktionen GFL/EVP, SP/Juso und GB/JA der Stadtberner Gemeinderat den Auftrag gefasst zu prüfen, ob bei den rund 300 städtischen Servern mittels Linux-Wechsel Kosten gespart werden können.

Das Votum von Matthias Stürmer erläutert die Gründe, weshalb eine derartige Prüfung sinnvoll ist. Der Stadtrat hat danach mit einer Mehrheit von 35 zu 27 Stimmen entschieden, dass das Geschäft “Microsoft Server-Lizenzierung in der städtischen Informatik: Wahl der Lizenzierungsvariante; Kredit” erst wieder vorgelegt werden darf, wenn folgende Fragen geklärt sind:

  • Der Gemeinderat belegt, dass ein weitergehender Wechsel der Server-Infrastruktur auf das Betriebssystem Linux tatsächlich anhand entsprechender Vergleichsofferten von Open Source Dienstleistern geprüft wurde.
  • Der Gemeinderat zeigt detailliert auf, weshalb ein weitergehender Wechsel der Server-Infrastruktur auf das Betriebssystem Linux nicht möglich und nicht wirtschaftlich sein soll. Die allenfalls nicht mit dem Betriebssystem Linux kompatiblen Fachanwendungen, Datenbanksysteme und weiteren Applikationen und Middleware-Lösungen sind aufzulisten. Die langfristigen Kosten der Open Source-Szenarien sind auf einer Zeitachse von 15 Jahren auszuweisen.
  • Der Gemeinderat zeigt auf, wie sich der Einsatz von zusätzlichen Servern auf die Kostenstruktur sowohl des Microsoft-Szenarios als auch von Linux-Servern auswirkt.

Die Bernerzeitung Online schreibt dazu noch am selben Abend:

Gemeinderat muss Open-Source-Lösungen prüfen

Mit 35 zu 27 Stimmen folgte das Parlament einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen GFL/EVP, SP/Juso und GB/JA. Zur Diskussion standen die Microsoft Server Lizenzen für die Server der städtischen Informatikdienste. Dabei geht es um einen Kredit von 330’000 Franken.

Die Stadtregierung muss nun gemäss Rückweisungsantrag zunächst belegen, weshalb ein Wechsel im grösseren Stil auf das Betriebssystem Linux nicht möglich und nicht wirtschaftlich sein solle. Die Kosten von möglichen Open-Source-Szenarien sollen auf einer Zeitachse von 15 Jahren ausgewiesen werden.

Weiterführende Links:
http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/2011/10/bern-oss/

 

 



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